Sonnenuntergang Pilbara Region

3 Tage in der Pilbara Region – Sehenswertes rund um Karratha

Für die Erkundungstour durch die Pilbara Region startete ich in der Stadt Karratha. Pilbara ist eine der neun Regionen Western Australias und besteht aus den Bezirken Ashburton Shire, East Pilbara Shire, Port Hedland Town und Karratha City. In letzterer lag der Dreh- und Angelpunkt für die Ausflüge und ich war froh endlich mal wieder in einer Stadt zu sein, die eine Shopping Mall, größere Supermarktketten und einen Mc Donald’s (kostenloses WLAN) beheimatet.

Tag 1: Millstream National Park

Es ruhig angehen lassen, ist das Motto. In Australien muss man oft lange und vermeintlich langweilige Straßen fahren, um von A nach B zu kommen. Rund um Karratha gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die sich lohnen. Aber eins nach dem anderen.

In nur 1,5 Stunden kann man am ersten Tag einen Halbtagesausflug in den Millstream National Park unternehmen. Der verhältnismäßig kleine National Park in der Pilbara Region bietet für wirklich jeden etwas. Schwimmen im Süßwasser Pool, Picknick unter Palmen oder abenteuerliche Allrad Touren. Neben dem Visitor Center starten außerdem diverse kurze oder längere Spaziergänge, die einen tollen Einblick in Flora und Fauna bieten.

Der Besuch des Visitor Centers lohnt sich in jedem Fall. Es ist zwar meist unbesetzt, aber immer für Besucher offen, denn darin ist eine Art kleiner Ausstellung über das Leben der Einheimischen zu finden.

Cliff Lookout

Der erste Stopp im Millstream National Park: Ein Fotopunkt an den Klippen. Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Meter, bis man direkt an den Klippen steht und hinunter auf Fortescue River schauen kann.

Wandern zwischen Palmen

Ein kleiner Spaziergang führt vom Visitor Center zu einem Seerosen Tümpel zwischen Dattelpalmen. Eine unwirkliche Szenerie, ist man doch bisher eine steinige, raue Landschaft mit rotem Sand gewohnt. Im Schatten der Palmen lässt es sich angenehm wandern und die kleinen Schilder, die das Gebiet aus Sicht der Aborigines erklären runden den Spaziergang ab. Nur 300 m trennen dich hier vom Visitor Center, dieser kleine Spaziergang ist also für jung und alt geeignet.

Seerosenteich Millstream National Park

Snappy Gum Drive (4WD und 2WD bei entsprechender Beschilderung)

Ein 20 km langer Track zum Austoben, denn er ist sogar zeitweise für normale Fahrzeuge geöffnet. Hier kann man sich am ersten Tag im Offroad fahren üben und sogar durch einen kleinen Fluss fahren, der je nach Wetter mal höher, mal niedriger ist. Gerade wenn wenig los ist, eignet sich der Rundweg perfekt als Stopp für das Mittagessen! Auf der Strecke liegen auch einige Fotopunkte, bei denen man halten kann.

Tag 2: 4 Wheel Drive Trip

Ein Muss für alle, die Australien mit einem 4WD bereisen: Eine Tour über Sand, steinige Wege und schwierige Tracks durch das Herz der Pilbara Region. Unbedingt mit zwei Autos losfahren, falls man mal stecken bleiben sollte! Hier gilt, wie bei allen Trips in Australien: Wasser, Wasser, Wasser! Bei einer Panne sollte genug Wasser für alle Personen vorhanden sein. Empfohlen werden zwischen 5-8 Liter pro Person! Außerdem Früchte und Sandwiches einpacken, dann wird der Tag garantiert ein Erfolg.

Harding Dam

Erster Zwischenstopp nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt. Hier gibt es eine tolle Aussicht über das gestaute Trinkwasser, außerdem Toiletten und ein paar Picknickplätze. Der Punkt eignet sich gut als Startpunkt für die 4WD Tour.

Table Top Hill (Milawadnha Marnda)

Einer der schönsten Berge in der Region und ein oft fotografiertes Motiv vor allem bei Sonnenauf- oder untergang! Anders als beim letzten Stopp ist diese „Bergspitze“ flach und erinnert an einen Tisch. Ein Foto hier lohnt sich!

Rockcarvings der Aborigines

Zwischenstopp an einem Berg, der aussieht als hätte jemand eine Menge loser Steine aufeinander gestapelt. Und hier soll es Schnitzeieren und Malerein der Aborigines geben? Ja aber nur mit ein bisschen Arbeit, denn jetzt heißt es klettern und zwar über die Steine, die mit Rockcarvings von Tieren und Menschen verziert sind. Je weiter es nach oben geht, desto mehr der Malereien entdeckt man. Oben angekommen, kann man die tolle Aussicht genießen und weitere Malereien entdecken. Auf dem Rückweg dann ganz gezielt zu den oben entdeckten Steinen klettern und sich unten über die Kunst der Ureinwohner freuen und wundern.

Pyramid Hill

Ein letzter Abstecher vor dem Weg zurück: Pyramid Hill. Der Berg macht sich toll als Fotomotiv bei Sonnenuntergang und die Szenerie bildet einen gelungen Abschluss für die wilde Fahrt und den ganzen Tag durch den roten Staub.

Am Ende unserer Tour zählten wir einen platten Reifen aber einen ganzen Tag voller toller Orte zum Stoppen und einer abenteuerreichen Fahrt mit dem 4WD. Den roten Staub herunter gewaschen war der Reifen schon wieder vergessen und die Burger am Abend erledigten den Rest.

Tag 3: Bootstour und Whale Watching

Wer in Dampier ablegt, wird die Küste vor der Stadt lieben. Denn direkt gegenüber liegen viele kleine Inseln mit tollen Stränden, die zum Verweilen einladen. Morgens alles für einen gemütlichen Lunch vorbereiten und mit dem Boot ablegen. Whale Watching Touren kosten in Dampier ab 100 $. Der Ausflug lohnt sich in jedem Fall, denn die kleinen Inseln und Strände allein sind atemberaubend und einen Abstecher wert. Buckelwale sind vor Dampier im indischen Ozean fast täglich unterwegs und schwimmen teilweise mit dem Boot durchs offene Meer.

Must Haves auf dem Boot sind vor allem Sonnencreme, Badesachen, viel Wasser und luftige Kleidung. Dazu empfehle ich eine Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Auf dem Boot werden natürlich keine Schuhe getragen, Flip Flops genügen also für die Halbtagestour.

Bootstour Dampier

Während es in der Nähe des Hafens noch langsamer losgeht, nehmen wir außerhalb auf dem offenen Meer Fahrt auf. Der Wind geht durch die Haare, Salzwasser schlägt ins Gesicht und die Sonne brennt von oben. Ab jetzt heißt es: Augen aufs Meer richten und nach Wasserfontänen Ausschau halten. Dann Das könnte bedeuten, dass dort gerade Wale an der Oberfläche schwimmen und Luft holen.

Buckelwal vor Dampier

Auf dem Weg zu den Buckelwalen schwimmen etwa 10 Delfine neben dem Boot her und springen aus dem Wasser, eine Schildkröte reckt den Kopf nach oben. ich bin jetzt schon beeindruckt von dem regen Treiben im Meer, hier so nah vor der Küste. Und dann sehen wir sie: 3 Buckelwale schwimmen direkt vor uns. Die massiven Tier springen aus dem Wasser und scheinen uns mit der Flosse zu winken. Anders als bei der Whale Watching Tour in Neuseeland bleiben die Tiere lange an der Oberfläche, schwimmen, springen und scheinen sehr wohl zu wissen, dass wir sie beobachten. Nach einiger Zeit, lassen wir sie wieder in Ruhe, denn wir haben schon die nächsten Wale gesichtet.

Diesmal sind sie etwas scheuer, aber das macht gar nichts, denn wir sind immer noch beeindruckt von den bisherigen Entdeckungen. Zur Mittagszeit fahren wir mit dem Boot an einen der unzähligen Strände und legen an. In der Kühltruhe warten Obst, Sandwiches und Bier. Nach kurzer Entspannung am Strand und ein paar Zügen durch das klare Wasser, geht es zurück zum Hafen.

Route

Das ist neu! Routen und Hotspots auf der Karte. Hier in blau: Die gesamte 3 Tagesroute und in gelb: die Pilbara Region. Schau auch hier um alle bisherigen Reiseziele zu sehen.

Julia

Julia

Hi, ich bin Julia, 23 Jahre alt und habe mich vor gut einem halben Jahr entschieden, meinen sicheren Job an den Nagel zu hängen und mich selbstständig zu machen. Seitdem hat sich mein Leben und meine Einstellung dazu um 180° gedreht! Als Designerin kann ich meinen Job von überall auf der Welt ausführen und darüber bin ich unendlich dankbar. Im Januar habe ich meine Reise gestartet und mit Neuseeland begonnen, mittlerweile sitze ich in Australien! Also Cheers, wie der Australier sagt.

1 comment

Schreibe einen Kommentar