Kaikoura – Whale Watching, Citytour & Walks

Kaikoura, eine kleine Stadt auf der Neuseeländischen Südinsel and der Ostküste, die es in sich hat. Kaum jemand hat noch nicht von dem Paradies für das Neuseeländische Meeresleben gehört. Whale Watching, Rundflüge, Pelzrobben Kolonie und eine atemberaubende Landschaft direkt am Meer. Dazu ein hübsches kleines Städtchen mit einigen Läden, die sich wirklich lohnen!

Als klar war, dass meine Eltern für 3 Wochen nach Neuseeland kommen, war für mich sofort klar: es muss nach Kaikoura gehen, egal wie. Eigentlich ist die Stadt von Christchurch aus über den Highway Nummer 1 leicht zu erreichen, aber die auch von dieser Seite aus ist der Highway jetzt gesperrt.

Die Route

Die Einheimischen in Kaikoura haben es wahrlich nicht leicht. Nach dem letzten Erdbeben Ende 2016 wurde die Straße zwischen Mangamaunu und Waipapa Bay unbefahrbar und ist bis heute nicht wieder geöffnet worden. Das heißt keine Touristen mehr aus dem Norden der Insel, denn die Strecke zwischen Blenheim und Kaikoura ist nicht mehr fahrbar. Eine Umleitung? Fehlanzeige, denn dies war die einzige Straße nach Kaikoura vom Norden aus. Und dann das: Im April 2017 kam es zu Erdrutschen und auch der direkte Weg von Christchurch nach Kaikoura war plötzlich gesperrt. Laut aktuellen Berichten (Stand 01.06.2017) soll die Straße aber ab dem 02.07.2017 wieder öffnen. Nichts desto trotz bleibt die beliebte Küstenstraße nunmehr seit letztem Jahr unbefahrbar und einige Geschäfte mussten wegen wegbleibender Touristen bereits schließen.

Und wie kommt man trotzdem hin? Über die Inland Route! Von Christchurch geht es zunächst über den State Highway 1 Richtung Waipara, dann folgt man dem Highway 7 bis kurz hinter Culverden und dann geht es über den SH 70 fast bis nach Kaikoura. Die Umleitung ist groß ausgeschildert und kann praktisch nicht verfehlt werden. Ich bin die Straße mit einem Wohnmobil für 6 Personen gefahren (groß) und kann sagen, dass sie nicht schwerer ist als andere weniger befahrene Straßen. Länger dauert es dann eben schon. Die Straße war nie für so viel Verkehr ausgelegt und wird an allen Ecken und Enden „vernäht“. Alle 5 Minuten stoppt man, wenn alle Baustellen besetzt sind und wartet and der „Ampel“. Für die 3 stündige Fahrt habe ich so etwa 5 Stunden gebraucht. Auf dem Rückweg waren allerdings alle Baustellen unbesetzt und man ist gut in den angegebenen 3 Stunden durchgekommen. Ich sage euch, die Fahrt lohnt sich. Unbedingt machen, allein schon der Bewohner zuliebe!

Die Stadt

In dem kleinen Städtchen sucht man einen großen Supermarkt vielleicht vergeblich, aber es hat definitiv ein paar nette Cafes und Shops zu bieten, die mal ein anderes Sortiment haben, als den üblichen Ramsch aus Souvenir Shops (obwohl es die natürlich auch hier gibt). Es gibt eine Einkaufspassage, auf der man alles findet was man so braucht.

Fußläufig ist von dem Kaikoura Top Ten Holiday Park zu erreichen. Wenn man von dort auf das kleine Städtchen zuläuft, kommt man an einige Cafes und einem süßen Zusammenschluss dreier Geschäfte vorbei. Hier gibt es eine Boutique, einen Beauty Salon und einen Surfshop in einem Gebäude – sehr empfehlenswert. Auch empfehlen kann ich den Gecko Gearz Shop etwas weiter in der Stadt, der ausgefallene Muster auf Ponchos, Jacken und vielem mehr anbietet!

Außerdem gibt es ein wirklich tolles Cafe, welches ORGANIC FOOD serviert und in der Vitrine allerhand kleine Desserts hat, die ohne raffinierten Zucker daherkommen und RAW sind. Unbedingt ausprobieren also das Hislops Wholefoods Cafe.

Wanderungen rund um Kaikoura

Eine der beliebtesten Wanderungen in Kaikoura ist wohl der Peninsula Walkway. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei, denn der Weg bietet von einem 5 Minuten Spaziergang bis zu 3 Stunden wirklich alles. Ich habe den gesamten Track gemacht und war von der Landschaft begeistert. Aber auch die Meeresbewohner lassen sich hier wie selbstverständlich von Touristen fotografieren, meistens schlafend. Die Rede ist von Pelzrobben, deren Kolonie man auf dem Peninsula Walkway passiert.

Straßenschild auf dem Peninsula Walkway
Straßenschild auf dem Peninsula Walkway

Von der Stadtmitte aus geht es eine Stunde an der Straße und am Wasser entlang zum Point Kean Parkplatz, von dem aus man auf direktem Wege die Pelzrobben Kolonie erreicht. Kurz vor dem Parkplatz heißt es bereits Obacht, denn wenn man die Robben stört, können die schon mal ungemütlich werden. Viele Touristen gehen zu nah an die Robben heran und das ist gar nicht mal schwer, denn die Robben liegen schlafend mitten auf dem Gehweg. Wer zu nah ran geht, weckt sie auf und das kann böse enden. Abstand halten und aus sicherer Entfernung Fotos schießen.

Pelzrobbe in Kaikoura auf dem Gehweg
Pelzrobbe in Kaikoura auf dem Gehweg

Von hier aus geht es erst einmal ein Stückchen bergauf zu zwei tollen Viewpoints mit Blick auf die riesige Pelzrobben Kolonie. Durch die Natur and der Küste entlang geht es dann im Spazierschritt zurück zur Stadt (etwa 1,5 Stunden).

Hier gibt’s den Link zur DOC Broschüre.

Whale Watch Kaikoura

Primär sind wir dann aber für die Whale Watching Tour nach Kaikoura gekommen. Für $ 150 bekommt man 2,5 Stunden auf einem Katamaran und praktisch eine Wal Garantie! Tatsächlich bekommt man 80% des Preises erstattet, wenn in einem seltenen Fall kein Wal gesichtet wird.

Wir haben uns also zu viert für die erste Tour des Tages um 7:30 Uhr angemeldet und waren pünktlich etwa 20 Minuten früher an der Wahle Station. Nur um dann zu erfahren, dass unsere Tour ausfällt, weil das Meer zu unruhig war. Wir wurden dann auf die 9:30 Uhr Tour umgebucht und kamen dann also später wieder.

Die Tickets erhält man vorne am Schalter, sie sind personalisiert und nicht übertragbar. Mit der Aufforderung sich um 9:30 Uhr im Briefing Room einzufinden, kann man dann erst mal im kleinen Souvenir Shop stöbern. Hier gab es den üblichen Souvenir Kram und Tabletten gegen Seekrankheit. Rein pflanzlich und für $2 pro Tablette – ich habe direkt zugegriffen. Zwar war ich noch nie wirklich seekrank, aber man weiß ja nie. Ich fühlte mich also gut vorbereitet. Im angrenzenden Cafe konnte man sich versorgen und natürlich noch mal die Toilette besuchen. Für meinen Geschmack hat das Ganze (vom Ticketkauf bis zum Hafen) etwas zu lange gedauert, nämlich etwa 45 Minuten. Nach dem Video mit Sicherheitshinweisen, ging es dann erst mal in den Bus, der zum Hafen fuhr.

So weit so gut, wir standen vor dem großen Katamaran, der für die nächsten 2,5 Stunden unser Fortbewegungsmittel sein sollte. Die Sitze waren recht komfortabel und ich konnte am Fenster sitzen. Das Boot war mit 2 Toiletten und einem Flachbildfernseher ausgestattet. Über diesen gab es während der gesamten Fahrt allerhand Infos rund um das Meeresleben in Kaikoura. Außerdem führte eine Moderatorin durch die Fahrt und sorgte für gute Stimmung. Im Ernst ich fand sie hat einen tollen Job gemacht und auch die Infos waren toll aufbereitet und interessant.

Als es dann los ging, war ich noch recht zuversichtlich: Das Wasser in der Nähe des Hafens war noch recht ruhig und ich genoss die Aussicht. Weiter vom Hafen entfernt, wurde mir dann allerdings anders. Mein Blick wanderte einige Male zu der berühmten „Kotztüte“, die in der Tasche des Vordersitzes steckte. Seekrank, war die Diagnose und auch alle möglichen Tipps, die wir zu Beginn bekommen hatten, waren zwecklos. Die pflanzliche Tablette war wohl zu schwach und das „zum Horizont schauen“ verfehlte gänzlich seine Wirkung. Die ersten Mitfahrenden griffen zur Tüte und ich kann euch sagen, dass man es nicht nur Rascheln hörte. Mir blieb zumindest der Gebrauch einer solchen Tüte erspart, dennoch war nach nur einer Dreiviertel Stunde auf dem Boot klar: Ich will hier runter. Oh, ein Wal draußen? Egal, ich konnte von drinnen nur noch den Arm heben, um die Kamera draufzuhalten.

Dennoch, ich erinnere mich gerne an die Fahrt zurück und es lohnt sich. Aber nehmt eine vernünftige Tablette zur Vorsorge, von der ihr wisst, dass sie bei euch wirkt. Dann habt ihr eine wunderschöne Fahrt! Wir haben viele Albatrosse gesehen, einige Hector-Delfine und Pelzrobben auf der Rückfahrt und das Highlight: einen Pottwal.

Pottwal Schwanzflosse - © Nando Kuschel
Pottwal Schwanzflosse – © Nando Kuschel

Ganze 10 Minuten beehrte uns der Pottwal mit seiner Anwesenheit neben dem Katamaran. Gesehen hat man zwar nur einen Bruchteil seines massigen Körpers, es war aber ein tolles Erlebnis. Und weil ich es letztlich nur geschafft habe, den Arm müde vor das Fenster von innen zu halten, habe ich die Fahrt in ein Video verpackt, wo ich erkläre, wie man die Wale findet, warum sie heißen, wie sie heißen und vieles mehr! Ich freue mich, wenn ihr rein schaut, aber nicht seekrank werden ;).

Wer sich für weitere Infos zum Meeresleben interessiert, kann gerne auf der offiziellen Whale Watch Kaikoura Seite vorbeischauen!

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Julia

Julia

Hi, ich bin Julia, 23 Jahre alt und habe mich vor gut einem halben Jahr entschieden, meinen sicheren Job an den Nagel zu hängen und mich selbstständig zu machen. Seitdem hat sich mein Leben und meine Einstellung dazu um 180° gedreht! Als Designerin kann ich meinen Job von überall auf der Welt ausführen und darüber bin ich unendlich dankbar. Im Januar habe ich meine Reise gestartet und mit Neuseeland begonnen, mittlerweile sitze ich in Australien! Also Cheers, wie der Australier sagt.

4 comments

  1. Danke für die Tipps und das tolle , professionelle Erklärvideo.

  2. Liebe Julia,
    ich bin total begeistert von deinen Reiseberichten und den Fotos, die du mit uns teilst. Ein kleines bisschen beneide ich dich, dass du ein fremdes Land erkunden kannst, das würde ich auch gern. Vielen neues in der Welt sehen. Darum lese ich auch so gern Reiseberichte! (-; Bitte noch mehr Fotos und ich bin gespannt auf den nächsten Beitrag! Liebe Grüße von Betty

    1. Liebe Betty,
      wow vielen Dank für das tolle Kompliment! Du hast total Recht, ich habe großes Glück, dass das so geht und für mich passt! Ich freue mich dich als Leserin dabei zu haben und bleibe dran mit weiteren Berichten!

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