Karijini National Park

Dieser National Park ist ein Muss, für alle die Western Australia bereisen. Der riesige Karijini National Park liegt etwas weiter im Landesinneren und ist für Touristen nur etwa zu einem Fünftel interessant und ausgebaut. Aber das reicht völlig, denn die riesigen Schluchten mit ihren Badeseen, bieten gleich für mehrere Tage etwas.

Route zum Karijini National Park

Am häufigsten wird der Karijini National Park aus dem Norden angefahren. Dabei gibt es zwei Hauptwege, die genutzt werden können. Ganz entscheidend ist dabei, welches Auto man fährt. Von Karratha aus lässt sich der direkte Weg durch den Millstream National Park nehmen. Für die deutlich kürzere Strecke sollte man einen 4WD haben, denn 90% dieser, führt über rote Sandstraßen und Corrugations – kleine Bodenwellen.

Fährt man von Karratha Richtung Port Hedland über den State Highway 1 führt eine befestigte Straße Richtung Newman zum National Park. Diese ist etwa 250 km länger, aber je nach Fahrzeug besser geeignet als erstere Variante.

Beide Straßen münden am nördlichen Ende des Karijini NPs, wo man sich entscheiden kann Richtung Tom Price (Westen) oder Juna Downs (Osten) zu fahren. Von beiden Punkten aus kann man über den Karijini Drive durch den National Park fahren und jeweils am anderen Ende herauskommen.
Ich empfehle zuerst zu Tom Price zu fahren, dort zu pausieren und sich im Visitor Center Broschüren und Infos zu holen.

Tom Price

Das winzige Städtchen hat mich bei der Ankunft ein kleines bisschen beeindruckt. Denn obwohl es wirklich klein ist, findet man hier eine große Supermarkt Kette, Cafés und Restaurants und ein gut ausgestattetes Visitor Center.
Hier gibt es beispielsweise auch günstige, heiße Duschen und viele Infos zu den Campingplätzen im Park.

Auch die Einkaufsmeile hat einen gewissen Charme und ich kann das The Pickled Bean Café wärmstens empfehlen. Hier gibt es neben gutem Kaffee, auch Raw und Vegan Food und hausgemachte Relishes oder Marmeladen.

Im Karjini National Park

Von Tom Price aus, fährt man nach Nord-Osten auf einer geteerten Straße auf den Park zu. Nach knapp 55 km erreicht man den Eingang, wo man den Eintritt (bar) bezahlen muss.

Weano Gorge

Von hier aus erreicht man, wenn man sich weiter Richtung Norden hält, zuerst die Weano Gorge. Dafür 26 km der geteerten Straße folgen und dann weitere 14 km der Schottenpiste. An dessen Ende liegt ein großer Parkplatz und es gibt auch Toiletten.

Blick vom Oxer Lookout in die Hancock Gorge im Karjini National Park
Blick vom Oxer Lookout in die Hancock Gorge

Von hier aus starteten mehrere Wanderungen in und um die Weano Gorge. Folgt man der Straße bis zum Ende erreicht man den Oxer Lookout, der einen wunderbaren Ausblick auf die Weano, Red, Hancock und Joffre Gorge bietet.

Hancock Gorge

Im Amphitheater der Hancock Gorge im Karijini National Park
Im Amphitheater der Hancock Gorge

Gegenüber der Weano Gorge befindet sich auch der Eingang zur Hancock Gorge. Es geht bergab! Zuerst über befestigte Steine, dann führt eine gesicherte Leiter bis ganz hinunter in die Gorge. Von hier aus folgt man dem Weg bis dieser im enger wird und schließlich in einem kleinen Wasserlauf endet.

Wasserweg durch die Hancock Gorge im Karijini National Park
Wasserweg durch die Hancock Gorge

Schuhe aus und rein da! Im Wasser gibt es nichts wirklich gefährliches und es ist meistens nur Knietief. Wem das zu viel wird, der klettert entlang der Wände bis zum Amphitheater mit dem ersten kleinen Pool.

Von hier aus führt der Spiderwalk weiter bis ans Ende des Hancock Gorge. Dieser Weg ist sehr eng und rutschig, aber das Wasser ist nicht tief und mit ein bisschen Vorsicht, ist es gut zu schaffen. Belohnt wird man am Ende mit einem wunderschönen Pool zum Schwimmen, farbigen Wänden mit wellenartigen Strukturen und einer Atmosphäre, die seines gleichen sucht.

Joffre Falls

Wer nicht zur Weano Gorge fährt, sondern vor der Schottenpiste rechts abbiegt, erreicht nach kurzer Zeit die Joffre Falls. Ein 200 m langer Weg führt zu einer Lookout Plattform, die den Blick auf die wunderschönen Wasserfälle freigibt.

Dales Gorges

Nun geht es nach Osten durch den National Park. Und zwar 40 km ab dem Eingang bis zum östlichen Eingang. Ab hier fährt man etwa 20 km zur Dales Gorge. Hier gibt es zwei Parkplätze für die Hauptattraktionen Circular Pool und Fortesque Falls. Diesen kann man aber auch über einen 2 km langen Track durch die Gorge oder am Rand der Gorge verbinden.

Fortescue Falls

Die Fortescue Falls sind vom Parkplatz leicht erreicht. Lediglich ein paar Treppenstufen führen über 800 m nach unten in die Dales Gorge hinein. An einem Gebilde aus Steintreppen liegt ein wunderschöner Pool in den die Wasserfälle fließen. Schwimmen erlaubt und ein absolutes Muss.

Fern Pool

Wer es gerne etwas ruhiger mag, kann abseits der Massen, die sie auf den Steinstufen sonnen, zum fern Pool gehen. Nur 300 m flussaufwärts liegt ein großer See mit einem kleinen Wasserfall. über einen Holzsteg kann man in den See steigen und eine warme Duschen beim Wasserfall genießen.

Circular Pool

Genau auf der anderen Seite der Dales Gorge liegt der schöne Circular Pool. Dieser Ort ist meist ein wenig ruhiger, aber auch ein wenig schwieriger zu erreichen. Der tiefe runde Pool lädt zu einer Abkühlung ein. Bei Sonnenuntergang besticht er durch dunkle Grün- und Blautöne und glattes, spiegelndes Wasser.

Visitor Center

Beim Victor Center innerhalb des Karijini National Park gibt es nicht nur Toiletten und Duschen, sowie den üblichen Souvenir Shop. Sondern auch eine kleine Ausstellung über den Karijini National Park, die Ureinwohner, Tiere und Pflanzen. Man kann also ruhig mal hier vorbei schauen und sich so Hintergrundwissen über das zuvor gesehene einholen.

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Julia

Julia

Hi, ich bin Julia, 23 Jahre alt und habe mich vor gut einem halben Jahr entschieden, meinen sicheren Job an den Nagel zu hängen und mich selbstständig zu machen. Seitdem hat sich mein Leben und meine Einstellung dazu um 180° gedreht! Als Designerin kann ich meinen Job von überall auf der Welt ausführen und darüber bin ich unendlich dankbar. Im Januar habe ich meine Reise gestartet und mit Neuseeland begonnen, mittlerweile sitze ich in Australien! Also Cheers, wie der Australier sagt.

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